Was ist los im Weidmoos?
Das Weidmoos ist für viele ein Ort der Ruhe und Erholung. Dennoch ist immer was los rund ums Vogelparadies. In der Vogelwelt tut sich das ganze Jahr über so einiges. Um das bunte Treiben hautnah zu erleben, buchen vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten viele Gruppen Führungen durch das Weidmoos. Darüber hinaus finden zu Spezialthemen in unregelmäßigen Abständen auch öffentliche Führungen und Veranstaltungen wie der Tag der Natur u.ä. statt. Im Herbst und Winter werden die notwendigen Pflegearbeiten durchgeführt.
Beginn der zweiten Bauphase
Im vergangenen Herbst wurde die erste Bauphase der ökobaumaßnahmen im Südteil des Weidmooses erfolgreich abgeschlossen. Dieses Jahr ist der mittlere Teil an der Reihe. Auch hier sollen bis November zahlreiche Erdämme errichtet und Entwässerungsgräben abgedichtet werden. Ziel ist es, neue vielgestaltige Wasser- und Feuchtflächen zu schaffen – wichtige Lebensräume für die Vogelwelt des Weidmooses.
Mit der Ausführung wurde die Erdbaufirma Thalmayr, Berndorf, beauftragt. Die örtliche Bauaufsicht obliegt Ernst Aigner vom Ingenieurbüro IGA, die ökologische Bauaufsicht Christian Ragger vom Landschaftsplanungsbüro Revital ecoconsult.
Insgesamt sollen in den nächsten Monaten bis zu 30 Dämme mit einer Gesamtlänge von über 1200 m errichtet werden. Die neuen Wasser- und Feuchtflächen werden eine Ausdehnung von rund 40 Hektar haben.

Tag der Natur im Weidmoos am Samstag, 25. Juni 2005

Am Samstag, 25. Juni veranstaltet das Haus der Natur in Kooperation mit der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg den diesjährigen „Tag der Natur“ im Weidmoos. Fachleute aus dem Haus der Natur und aus der naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft erklären die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt des Weidmooses sowie die Entstehungsgeschichte des Gebietes. Experten aus der Naturschutzabteilung des Landes erläutern das laufende LIFE-Projekt.
Beginn: 10.00 Uhr
Für Kinder gibt es von 10.00 — 12.00 Uhr und von 13.00 — 15.00 Uhr eine Natur-Erlebnis-Ralley mit Mag. Markus Prötsch
weiteres Programm:
ab 10.00 Uhr:
Fachexkursionen in den Bereich des Weidmooses:
- Vogelbeobachtung mit Teleskopen und Erkennen von Vogelstimmen (Mag. Christine Medicus und Dr. Eberhard Stüber)
- Kennenlernen verschiedener Insekten, vor allem Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken (Prof. Gernot Embacher, Dr. Patrick Gros und Dr. Inge Illich)
- Einblicke in die Pflanzenwelt des Weidmooses, die ursprüngliche Moorvegetation und die Wiederbesiedlung der abgetorften Flächen. (Dr. Helmut Wittmann, Mag. Barbara Antesberger)
- Kennenlernen der Frösche, Molche und vieler kleiner Wassertiere in den Tümpeln und Teiches des Moores (Mag. Martin Kyek, Mag. Andrea Bryk)
Anschließend Mittagspause, Jause mitnehmen!
Von 13.00 — 15 Uhr
An verschiedenen Stationen im Bereich der Infostelle Weidmoos informieren Fachleute des Hauses der Natur und Experten der Naturschutzabteilung über die Tier- und Pflanzenwelt, die Entstehung des Moores und das Renaturierungsprojekt. Die Stationen:
- Die Entstehung des Moores und des Torfes (Dr. Karl Forcher)
- Das große Renaturierungsprojekt (DI Bernhard Riehl)
- Die Pflanzenwelt des Moores — hochspezialisiert und gefährdet (Dr. Helmut Wittmann)
- Partnerschaften in der Natur am Beispiel der Flechten und ihre ökologische Bedeutung (Mag. Barbara Antesberger)
- Das Weidmoos, ein vielfältiger Lebensraum für die Vogelwelt. Vögel, die hier brüten, die man aber nicht immer beobachten kann (Mag. Christine Medicus)
- Kleinlebewelt der Moortümpel. Ein Blick durchs Mikroskop (Mag. Andrea Bryk)
- Fliegende „Edelsteine“: Schmetterlinge, Libellen und andere auffallende Insekten des Moores (Dr. Patrick Gros, Prof. Gernot Embacher)
- Einblicke in die Lebensweise und die Sprache der Heuschrecken (Dr. Inge Illich)
- Feuchtgebiete, intakte Tümpel und Moore als letzte Oasen der allseits bedrohten Frösche, Kröten und Molche (Mag. Martin Kyek)
Eröffnungsfest im Weidmoos war ein voller Erfolg
Am 11. Juni 20005 war es soweit. Die Besuchereinrichtungen im Weidmoos wurden mit einem großen Fest der Bevölkerung übergeben.
In seiner Eröffnungsrede betonte Bgm. Johann Grießner (Lamprechtshausen) dass es uns nicht ansteht darüber zu urteilen, dass in der Vergangenheit hier im Weidmoos Raubbau an der Natur stattgefunden hat – dazu haben wir kein Recht. Wichtig ist, welche Chancen für die Zukunft wir nutzen. Hier im Weidmoos hat man sich ganz bewusst gegen geplante Bauvorhaben wie die Ziegelfabrik, ein Golfhotel, einen Flugplatz oder eine Mülldeponie entschieden. Mit solchen Projekten hätte er sich nicht identifizieren können.
Wie sehr sich die Bevölkerung von Lamprechtshausen und St. Georgen mit dem Naturschutzprojekt im Weidmoos identifiziert, davon konnte man sich während des Eröffnungsfestes am 11. Juni ein Bild machen. Mehr als 600 Besucher haben sich vor Ort über ihr Weidmoos informiert. Die Volkschulkinder von Arnsdorf haben das Fest mit den von ihnen einstudierten Vogelliedern umrahmt. Die gute Stimmung während des Festes spiegelte die allgemeine Zustimmung zum laufenden Projekt wieder.
In der Ausgabe vom 16. Juni berichteten die Salzburger Nachrichten über die Eröffnung.

Melaku Worede Alternativer Nobelpreisträger aus Äthiopien besucht das Weidmoos

Im Foto von links nach rechts:
Bgm. Johann Grießner (Lamprechtshausen),
Bgm. Fritz Amerhauser (St. Georgen), Prof. Eberhard Stüber,
Melaku Worede (Alternativer Nobelpreisträger 1989 aus Athiopien),
LR Sepp Eisl und Bernhard Riehl Projektleiter; Zwei Kinder der Volksschule Arnsdorf, die das Programm mit Liedern rund um das Weidmoos aufgelockert haben. (Foto: LPB Franz Neumayr)
Am 10. Juni 2005 wurden die Besuchereinrichtungen im Vogelparadies Weidmoos
offiziell der Presse vorgestellt. Ehrengast der Eröffung war Melaku Worede
Alternativer Nobelpreisträger (Right
Lifelihood Award) des Jahres 1989 aus äthiopien. Melaku Worede hat in seiner
Heimat für die Erhaltung der Vielfalt unter den in äthiopien angebauten
Pflanzenarten gekämpft. Das von Ihm gegründete „Seeds of Survival Center“ hat
sich zum Ziel gesetzt die Vielfalt an traditionellen Kulturpflanzen äthiopiens
auch gegen den Druck internationaler Saatgutkonzerne zu erhalten.
Im Weidmoos
hat Ihn beeindruckt wie groß die Unterstützung der lokalen Bevölkerung für das
ambitionierte Renaturierungsprojekt ist – eine Grundvoraussetzung für
nachhaltige Naturschutzarbeit. Worede betonte auch, wie wichtig der
internationale Schutz besonders für Zugvögel ist. Einige der im Weidmoos
vorkommenden Vogelarten kann man im Winter auch in seiner Heimat in äthiopien
beobachten.
Die offiziellen Ansprachen zur Eröffnung wurden von Bgm. Grießner, Bgm
Oberhauser und LR Sep Eisl gehalten.
Die SN berichteten über den Besuch des Nobelpreisträgers in ihrer Ausgabe vom
11.Juni 2005
Weidmoos-Eröffnungsfest am 11. Juni 2005

Am 11. Juni 2005 ist es soweit: Das Weidmoos wird offiziell für Besucher geöffnet. Ein 1,5 km langer Themenweg erschließt als Rundweg den Südteil des Vogelschutzgebietes. Entlang des Weges zeigen Infotafeln den erstaunlichen Wandel des Weidmooses vom Torfabbaugebiet zum Vogelparadies, auch die besonderen Lebensräume und Vogelarten des Gebietes werden vorgestellt. Jeder kann sich hier persönlich von den Erfolgen der Renaturierungsmaßnahmen überzeugen.
In der neuen Infostelle informieren Multimediapräsentationen und eine Ausstellung über Hintergründe des laufenden Projektes und über interessante Fakten rund um die Vogelwelt des Weidmooses. Hier wird in Zukunft auch ein Video über das Weidmoos gezeigt werden, das derzeit gedreht wird.
Beginn der Eröffnungsfeier um 14:00 Uhr, Ende um 19:00 Uhr.
Programm:
14 Uhr
-
Begrüßung durch den Obmann des Torferneuerungsvereines Weidmoos, Bürgermeister Ing. Johann Grießner
- Grußworte durch den Obmannstellvertreter des
Torferneuerungsvereines Weidmoos, Bürgermeister Fritz Amerhauser - Grußworte durch den Projektleiter DI Bernhard Riehl, Land Salzburg, Naturschutz
ab 14.15 Uhr
- Multimediapräsentation in der Infostelle
- Ausstellung in der Infostelle
- Führungen auf dem Themenweg
- Schautorfstechen der Fam. Plattner (14 bis 16 Uhr)
- Kinderprogramm (14.15 Uhr bis 18.00 Uhr) mit verschiedenen Bastel- und Erlebnisstationen (entfällt bei Regenwetter)
Für das leibliche Wohl sorgen die Ortsbäuerinnen von St. Georgen.
Anfahrt:
Von den Ortschaften Maxdorf und Holzhausen wird ein Zubringerdienst eingerichtet (Shuttlebus). Die Zufahrt in das Weidmoos mit privaten PKWs ist nicht möglich! In Maxdorf und Holzhausen werden PKW-Abstellplätze ausgewiesen.
Wir empfehlen die Anfahrt mit dem Fahrrad als unkomplizierte und schnelle Alternative!
Im News-Archiv stöbern:
Hier finden sie alle Beiträge der letzten Jahrzehnte seit Beginn der Weidmoos-Homepage im Jahr 2004.