Foto: H. AugustinFoto: B. RiehlFoto: Gem. LamprechtshausenFoto: M. WeißFoto: Ch. Ragger/REVITAL

Die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Das Ziel des LIFE-Projekts war die langfristige Erhaltung des Weidmooses als Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für eine Reihe an europaweit selten gewordene Vogelarten. Wie die projektbegleitenden Untersuchungen zeigen, konnte dieses Ziel zu Hundert Prozent erreicht werden. Durch die Anstaumaßnahmen wurden genau jene Wasser- und Feuchtlebensräume geschaffen, die für die Erhaltung der Arten notwendig sind. Die ornithologischen (vogelkundlichen) Erhebungen zeigen, dass diese Lebensräume von vielen gefährdeten Vogelarten als Lebensraum angenommen werden. So konnte sich nicht nur der Lebensraum der ursprünglichen Zielarten des LIFE-Projekts gesichert werden, sondern es wurde auch Lebensraum für immer neue Arten geschaffen.

Regelmäßig wurden neue Vogelarten beobachtet.

Besonders erfreulich war der Nachweis von Zwergdommel und Großer Rohrdommel jeweils während der Brutzeit in den Jahren 2005 und 2007! Leider konnte nach dem schweren Hagelereignis im Sommer 2009 kein Brutnachweis mehr erbracht werden. Der Bestand der Blaukehlchen hat zwar abgenommen, ist aber immer noch auf einem für Salzburg sehr hohen Niveau. Über den gesamten Projektzeitraum hinweg brüteten bis zu zwei Rohrweihen-Paare im Weidmoos. Aber auch für viele andere Vogelarten hat das Weidmoos durch das LIFE-Projekt an Bedeutung gewonnen. So brüten heute zahlreiche Entenarten im Weidmoos, die vor Projektbeginn nur sporadisch beobachtet werden konnten. Arten wie Zwergtaucher oder Wasserralle zählen heute zu den Charakterarten des Weidmooses. Auch seltene Schilfbewohner (z.B. Drosselrohrsänger) konnten sich im Weidmoos etablieren. Für Zugvögel stellt das Weidmoos ein wichtiges Rastgebiet dar. Zahlreiche Watvögel wie Bruchwasserläufer, Goldregenpfeifer, Kampfläufer und Stelzenläufer nutzen das Weidmoos wichtige Zwischenstation während ihrer langen Reisen. Seit 2005 werden im Herbst regelmäßig Fischadler beobachtet. Eine große Besonderheit ist die Lachmöwenkolonie die sich im Zentralteil des Weidmoses angesiedelt hat. 2008 konnten die ersten Brutpaare nachgewiesen werden, in den folgenden Jahren ist der Bestand rasant gestiegen, hat im Jahr 2013 mit 2.500 bis 3.000 Brutpaaren ihren Höhepunkt erreicht und sank im Jahr 2015 auf 1.800 bis 2.000 Brutpaaren ab. Im Schutz der Kolonie brüten die  Schwarzkopfmöwe, die Mittelmeermöwe und der Schwarzhalstauchers.

> Die Berichte des Monitorings sind als Download verfügbar

Kooperation als Basis des Erfolges.

Eine unverzichtbare Basis dieser Erfolgsgeschichte bildet die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Naturschutzabteilung, Torferneuerungsverein, Gemeinden, Grundeigentümern, Landwirten und Jägern. Ein herzliches Dankeschön an Alle die mitgewirkt haben um das Projekt zu einem Erfolg werden zu lassen, der auch weit über die Grenzen Salzburgs hinaus beachtet wurde. Diese erfolgreiche Kooperation im Rahmen des LIFE-Projektes hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Akzeptanz für das Schutzgebiet im Weidmoos und für die Idee hinter „Natura 2000“ insgesamt in der Bevölkerung gefestigt wurde. Der Besucherandrang bei Exkursionen und sonstigen Veranstaltungen des Torferneuerungsvereins belegt dies eindrucksvoll.

Auszeichnung für das Vogelparadies Weidmoos.

Die Erfolge des Projektes bestätigt auch die Auszeichnung zum „Best LIFE Nature Project 2009“. Neben 4 weitern Projekten wurde das Weidmoos als ein EU-weites Vorzeigeprojekt „Best of the Best“ ausgezeichnet. 

> Diashow mit Bildern aus dem Projekt

 

(c) Torferneuerungsverein Bürmoos
Das Weidmoos im Jahr 2000 ...

(c) K. .Leininger
Das Weidmoos im Jahr 2005 ...

(c) Klaus Leidorf/Land Salzburg
Das Weidmoos im Jahr 2000 ...

(c) CH. Ragger/REVITAL
Vertreter der EU überzeugen sich vom Erfolg des Projektes ...

(c) CH: Ragger/REVITAL
Kooperation
Basis des Erfolges ...


Auszeichnung ...