Hochmoorheide (Foto:  R. Hofrichter)Torfabbau im Handstich (Foto: Archiv Torferneuerungsverein)Gewässer (Foto: A. Ausobsky)Weidmoos im Winter (Foto: R. Hofrichter)Gewässer (Foto: R. Hofrichter)

Gletscher formen die Landschaft

Das Weidmoos ist eine von eiszeitlichen Gletschern geschaffene Landschaft. Als sich nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor ca. 17.000 Jahren, die Zungen des Salzachgletschers zurückzogen, haben sie im Alpenvorland eine ausgedehnte Seenlandschaft hinterlassen.

Auch im Bereich des heutigen Weidmooses entstand ein solcher See, auf dessen Grund sich mächtige Seetonablagerungen ansammelten. Diese Seetone verhindern bis heute, dass Regenwasser im Untergrund versickern kann. Im Laufe der Zeit verlandete der See. Torfmoose siedelten sich an und bildeten über die Jahrtausende hinweg eine bis zu 6 Meter mächtige Torfschicht. Ein Hochmoor war entstanden.

Die Moorlandschaft zwischen Ibmer Moor, Weidmoos und Bürmooser Moor bildet mit rund 2000 ha den größten zusammenhängenden Moorkomplex Österreichs. Diese großen Moore waren die Heimat für eine Reihe heute hier gänzlich verschwundener Vogelarten wie z.B. Kraniche oder Birkwild. Durch die im 18. Jahrhundert beginnende Urbarmachung der Moore und den darauf folgenden Torfabbau hat der Mensch das Weidmoos wiederum in eine völlig andere Landschaft verwandelt.

 

(c) M. Weiss
Ton verhindert das Versickern des Regenwassers ...